Start Figuren Graf Albert II. von Hohenberg
Geschichte des Grafen PDF Drucken E-Mail

Graf Albert II. von Hohenberg (oft auch Graf Albrecht genannt) begann um 1270 mit dem Ausbau der Stadt "Rotenburg". Bereits 1273 spricht eine in Haigerloch ausgestellte Urkunde von einem "comite Alberto in Rottenburch".Besonders feierlich ist die Nennung in einer Urkunde aus dem Jahr 1264, in der es heißt: "Albertus nobilis divina gratia comes des Rotinburg" - "Der edle Albert, durch göttliche Gnade Graf von Rotinburg".
Er war aber nicht nur Gründer der Stadt Rottenburg, sondern auch einer der politisch einflußreichsten und mächtigsten Männer seiner Zeit. Daneben war er auch der Muse nicht abgeneigt. Wenn Rüstung und Schwert beiseite lagen galt er als Freund heiterer Laune und fröhlicher Geselligkeit und höhere, edlere Genüsse als Jagen und Bankettieren wurden an seinem Hof geliebt und gepflegt. Man sah dies schon aus der Wahl seiner Regierungs- und Hofbeamten.

 
 

 

 
 

Einer seiner Notare ("Kappadozier") - Vorstand der gräflichen Kanzlei - war nämlich ein lustiger, witziger Geselle und versah, wie es scheint, zugleich die Stelle des Hofnarren. Die Hofhaltung Graf Alberts II. war dem Musischen gegenüber sehr offen -ein Rottenburger "Musenhof" lange vor dem der Erzherzogin Mechthild also.

 
 
 
 

Der Geschichtsschreiber der Grafen von Hohenberg, der Tübinger Professor L. Schmid, schrieb im vorigen Jahrhundert, daß schon um das Jahr 1260 unter der Herrschaft des Grafen Albert von Hohenberg auf der Burg Alt-Rotenburg Fastnachts-Winter-Frühlingsspiele stattgefunden haben sollen. Schon um Jenner und Hornung (Januar und Februar) habe das Burggesinde heimlich seine Vorbereitungen getroffen. Dabei soll der Dichter-Küchenmeister Klein Heinzelin von Constentz (Konstanz) die Aufgabe gehabt haben, die Spiele einzustudieren.

 
 
Der oben erwähnte Notar Kappadozier sorgte für die Kostümierung. Das Ganze wurde vom Kämmerer inspiziert.

Schauplatz der Aufführung war der Spielbühl (eine Weinberghalde in der Nähe der Burg). Auf dem Spielbühl sei eine gewaltige Linde gestanden, unter der die Spiele stattfanden. Eingeladen zu dem Fastnachtsspiel wurde durch den Marschalk. Benachbarte Adelige, wie der Ritter von Owe, der Ritter von Ehingen, der Züttelmann von Dettingen, der Merhelt von Wurmlingen der Ammann von der Stadt Rotenburg und vieles Volk der Umgebung wohnte den Spielen bei.

Die Spieler des Winters und des Frühlings traten in den geschlossenen Ring und führten miteinander heftige Wortgefechte aus. Dabei wurde der Refrain "Alle ir herren main, der Winter (der Frühling) ist fain" unter Begleitung eines Fiedlers von den Spielern gesungen und vom Chor wiederholt. Dabei versetzte jedesmal der Spieler des Winters (Frühlings) einem Ritter oder Knappen einen Schlag auf die Schulter. Nach Beendigung des Spieles zogen alle unter Vorantritt der Spieler mit klappern-  den Pritschen aus Holz in die Burg zurück. Die Fastnachtsfeier wurde dann mit einem Bankett auf der "Alt-Rotenburg" abgeschlossen.

So schildert es Professor L. Schmid.

Graf Albert II., der Gründer der Stadt Rottenburg fiel am 17.04.1298 in der Schlacht bei Leinstetten.

 
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